Mehr Me-Time

Mama Me-Time


So viele Mütter haben mir geschrieben, dass sie keine Auszeiten für sich haben. Die Gründe hierfür sind sehr unterschiedlich.

  • Top 5:
    • Keine Zeit
    • Schlechtes Gewissen den Kindern gegenüber
    • Keine Hobbys
    • Zu viel To-Dos
    • Keine Unterstützung


Vieles greift ineinander über. Wenn du zu viel machen musst, dann hast du keine Zeit. Wenn du keine Unterstützung hast, dann musst du alles alleine bewerkstelligen und hast somit keine Zeit.

Was kannst du jetzt machen? Ich glaube, ganz ausweglos scheint es nicht zu sein.

  1. Setze Prioritäten: Musst du täglich bestimmte Dinge im Haushalt machen oder kannst du einige Dinge über einen bestimmten Zeitraum auch seltener umsetzen? Mach dir einen Wochen- & Monatsplan, in dem du die Haushaltserledigungen einträgst: Wischen, Saugen, Abstauben, Wäsche waschen, Betten überziehen, Fenster usw. Vergrößere die Abstände zwischen z.B. Fenster putzen. Wenn du einen neuen Plan hast, dann machst du weiter mit dem nächsten Punkt auf deiner täglichen bzw. wöchentlichen Prioritäten-Liste. Somit schaffst du dir freie Zeitfenster.
  2. Neue Zeitfenster schaffen: Du brauchst, um dir Auszeiten gönnen zu können, freie Zeitfenster. Die musst du dir schaffen, sonst ist alles für die Katz. Und wenn es täglich erst mal nur 10 Minuten sind. Mach dir hierfür einen wirklich detaillierten Tages- (Wochenplan), damit du dir auch kurze freie Zeitfenster bewusst sichtbar machen kannst und letztlich mit Me-Time füllen kannst.
  3. Finde heraus, was dir hilft. Wir vergessen im Alltag oft unsere eigenen Bedürfnisse und wissen nach einiger Zeit gar nicht mehr, was uns eigentlich gut tun könnte. Setz dich abends mal hin und mach dir deine Bedürfnisse bewusst. Was ist dir wichtig? Was tut dir gut? Was kannst du sehr gut im Alltag umsetzen? Für was benötigst du Unterstützung? Was kannst du alleine umsetzen? Mach dir eine Liste. Notiere all die Dinge, die dir gut tun würden. Wirklich alles!
  4. Nun ist es an der Zeit, die Dinge, die dir gut tun, in deinen Wochenplan einzufügen. Am Anfang hilft es enorm, wenn du dir den Tag super detailliert und im 15 Minuten Takt aufteilst, damit du ein Gespür dafür erhältst, wann du bewusst Zeit für dich nehmen kannst und nimmst. Das mag am Anfang viel Aufwand sein, aber es lohnt sich, denn nach ein paar Tagen/Wochen hast du deine Me-Time verinnerlicht und es wird zu einem automatischen Prozess.
  5. Setz dir kleine Ziele. Wenn du groß planst, dann wirst du vermutlich recht schnell enttäuscht sein, denn du wirst nicht alles umsetzen können. Vor allem zu Beginn wirst du vieles nicht umsetzen, da wir zu sehr in alten Gewohnheiten stecken und gerne in unsere gewohnten Handlungs- und Denkmuster zurückfallen. Ohne Fleiß kein Preis heißt es doch so schön. Und auch der Weg zu mehr Me-Time ist erstmal mit Arbeit verbunden, mit kognitiver Arbeit.

Wenn du mit etwas unzufrieden bist (keine Me-Time), dann musst du etwas verändern. Und Veränderungen benötigen deine aktive Auseinandersetzung und Mitarbeit.

Es liegt also an dir, deinen Tag und deine Woche so zu planen, dass du auch Zeitfenster findest, um dir Zeiten für dich zu nehmen! Dann muss man auf andere auch wichtige Dinge verzichten, wie Ordnung, Haushalt, länger Schlafen usw. Du musst für dich herausfinden, was dir wichtig ist.

Ansonsten versuche, dein Umfeld mehr einzuplanen. Omas/Opas integrieren, Freunde oder Bekannte. Hol dir einen Babysitter und lies zu Hause ein Buch, geh baden, spazieren oder mach was anderes für dich. Du kannst ein bisschen früher aufstehen und deinen Morgenkaffee bewusst in Ruhe trinken, du kannst deinen Kindern Medienzeit erlauben und zu dieser Zeit etwas für dich machen. Sich Hilfe zu suchen ist keine Schande.

Du wirst vielleicht nicht mit jedem Kompromiss 100 Prozentig einverstanden sein, aber du wirst dich an deine Kompromisse gewöhnen. Das schlechte Gewissen gegenüber deinem Kind (Kindern) kannst du getrost in die Tonne werfen, denn du bist ja nahezu 24/7 da, auch wenn du arbeiten musst, kannst du es getrost bei Seite schieben. Denn die Verantwortung, die Sorgen und die Freuden die du den ganzen Tag über so mit dir rumträgst, die sind anstrengend. Also trau dich dir Auszeiten zu gönnen.

Du musst deinen Akku auch mal aufladen. Du musst auch mal an dich denken. Denn wenn du es schaffst, in den kurzen Zeitfenstern ein wenig zur Ruhe zu kommen, bist du wieder zufriedener und vermutlich auch entspannter und das ist nicht nur gut für dich, sondern auch gut für dein/e Kind/er.
Also die Arbeit lohnt sich. Für dich!

Anbei findest du einen Wochenplan, einen Monatsplan, einen Tagesplan und einen Me-Time Plan für jeweils 4 Wochen. Zusätzlich kannst du die Motive ausdrucken, ausschneiden und in deinen Me Time oder Monatsplan kleben. Denn es ist so gedacht, dass du dir erstmal den Tagesplan mehrfach ausdrückst, die nächsten Tage nach freien Zeitfenstern suchst, diese notierst und dann überlegst, was dir eigentlich hilft um deinen Akku wieder aufzuladen. Dann kannst du die Wochen innerhalb eines Monats planen. Die anderen Kalender können dir einen mittelfristigen Überblick geben. Die Motive haben verschiedene Größen, je nachdem ob du sie für einen selbst angefertigten Me Time Planer nutzen willst. Die kleinen Motive sollten kannst du für den von mir erstellten nutzen.

So, nun wünsche ich dir viel Erfolg und Spaß und hoffe du kommst zu mehr Auszeiten.